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23.9.2017 : 23:43 : +0200

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Der Artilleriebeobachtungsposten Vezzena ist eine der interessantesten Hochgebirgsfestungen. Die Festungsanlage befindet sich auf dem Gipfel des Vezzena Berges auf etwa 1900 Metern. Wegen ihrer strategischen Lage wurde sie auch das "Auge der Hochebene" genannt. Von hier aus wurde das Artilleriefeuer der verschiedenen Panzerwerke koordiniert.

Vom Gipfel hat man einen herrlichen Rundumblick. Bis zur Grenze zwischen den Regionen des Trentino und Venetien kann man Blicken. Direkt unter sich, am steil abfallenden Hang, befindet sich das Val Sugana mit dem herrlichen Caldonazzo See und dem malerischen Badeort Levico. Im Osten geht der Blick auf das heftig umkämpfte Gebirge rund um den Ortigara Gipfel. Die Hochebene der Sieben Gemeinden rund um Asiago ist nur wenige Kilometer entfernt.

Wenn man bedenkt, dass die derzeitige Grenze zwischen dem Trentino und dem Veneto praktisch identisch ist mit dem Grenzverlauf zwischen Österreich-Ungarn und dem Königreich Italien zwischen 1866-1918, so kann man verstehen, dass die strategische Bedeutung der Region als ein möglicher Kriegsschauplatz sehr hoch war. Aowohl für österreichische Angriffsbewegungen Richtung Süden in die reiche und fruchtbare venezianische Tiefebene, als auch für einen italienischen Durchbruch in Richtung Trient und Bozen.

Der Beobachtungsposten Cima Vezzena

Obwohl die Festung während des Weltkrieges fast gänzlich von italienischen Truppen eingeschlossen war, konnte sie allen Angriffen standhalten. Besonders schwierig war die Versorgung. Die Werkstraße zur Errichtung und Versorgung des Postens verlief auf der relativ flachen Südseite und war vom Feind eingesehen. Deshalb konnte man nur Nachts den Nachschub nach oben bringen und war dabei stets durch feindlichen Beschuss gefährdet. Die überhängenden Felsblöcke zum Val Sugana wurden als Sichtschutz benutzt.

Es gibt verschiedene Namen der Festung, so etwa Spitz Vezzena, Werk Vezzena oder Werk Spitz Verle.

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