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31.7.2016 : 9:14 : +0200

Krieg in den Alpen



Mit obigem Zitat endet eines der bekanntesten Bücher über den Gebirgskrieg, der Roman Berge in Flammen von Luis Trenker. Dieser hat hier seine Erlebnisse als hochdekorierter österreichischer Reserveoffizier in den Jahren 1914-1918 verarbeitet. Betrachtet man die verschiedenen Fronten des Ersten Weltkrieges, so muss man der Alpenfront zweifellos eine Sonderstellung zugestehen. Nirgends sonst bot sich den Soldaten so schwieriges Gelände, gepaart mit widrigsten Witterungsbedingungen und einem allgegenwärtigen, unbarmherzigen Feind: der Natur. Da sich die Italiener wie auch die Österreicher diesen Gewalten ausgeliefert sahen und man um die Probleme des Gegners wusste, zollte man sich gegenseitig hohen Respekt. Dies trug nicht unerheblich zur Heroisierung, aber auch Romantisierung dieses Kriegsschauplatzes bei. Ein weiterer Grund dürfte darin zu suchen sein, dass der einzelne Mensch „mehr zählte“ als an anderen Fronten. Im Gegensatz zu den Materialschlachten in Frankreich, die von Maschinen und Menschenmassen bestimmt waren, konnte der Einzelkämpfer in Tirol den Kriegsverlauf wenigstens örtlich noch mitentscheiden. Nichts desto Trotz war es ein unbarmherziger Krieg und am besten kommt dies wohl zum Ausdruck in den romanhaften Darstellungen der ehemaligen Kriegsteilnehmer, die durchaus als historische Quellen angesehen werden können. Einige dieser Quellen können Sie hier kennenlernen.

Transport eines zerlegten Artilleriegeschützes.

Ziel dieser Seiten ist es, die Besonderheiten des Hochgebirgskrieges und die Anforderungen, die an die Soldaten in den Fels- und Eisregionen gestellt wurden, herauszustellen. Es wird sich zeigen, dass der Kampf in fast arktischen Klimaregionen ganz andere Formen annimmt und anderen Gesetzmäßigkeiten unterliegt als etwa die Kämpfe auf dem französischen oder russischen Kriegsschauplatz. Der geografische Schwerpunkt ist daher Tirol und die Region von der Schweizer Grenze bis hin zu den Julischen Alpen.

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